Firmenübergabe/-nachfolge und Bewertung

Vorbereitung für Nachfolgeregelung das A & O

Eine Firmenübergabe und damit verbunden eine nachhaltige Nachfolgeregelung bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung, welcher eine strukturierte Vorgangsweise, aufbauend auf einem langjährigen Knowhow des Beraters, zugrunde liegt. Im vorliegenden Fall ist eine sukzessive Anteilsübernahme durch einen Schlüsselmitarbeiter mit Abschluss per 31.03.2018 (Ende der Wintersaison 2017/18),als präferierte Nachfolgeregelung seitens der beiden GmbH – Gesellschafter, geplant.

Auftraggeber: SporthandelsGmbH

Projektbeginn: April 2015

Aufgabenstellungen:

– Überprüfung der Übergabevoraussetzungen – langfristige strategische Planung der Übergabe an einen Mitarbeiter als Nachfolger
– sukzessive Anteilsübernahme
– Unternehmensbewertung – mindestens 2 Bewertungsverfahren, als Standard (Ertragswert- und Übergewinnmethode) – Anteilsbewertung
– Ausarbeitung eines Übergabeablaufplanes
– Laufendes Supervising des erarbeiteten Planes

Zielsetzungen:

– Feststellung der Übergabe-/ Übernahmereife (Abklärung der Erwartungen beider Seiten)
– Quantitative Beurteilung der laufenden Unternehmensentwicklung
– Unternehmens- bzw. Anteilsbewertung unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung
– Zusammenführung beider Seiten auf Grundlage der gewonnenen Ergebnisse
– Bei konkretem weiteren Interesse beider Seiten, gemeinsame Erstellung eines Ablaufplanes (Meilensteine etc.)
– Finanzierungsmodelle eines Anteilserwerbs z.B.: über definierte Erfolgskriterien; Option: Ansparmodell
– Externe Überwachung der Planerfüllung

Basel III Rating – Soft Facts

Bei den Banken gibt es in Bezug auf die Soft Facts unterschiedliche Sichtweisen und Gewichtungen innerhalb des Ratings, so dass Betriebe bei den verschiedenen Kreditinstituten in einzelnen (Teil-) Bereichen unterschiedlich bewertet werden können. Unternehmer haben es jedoch selbst in der Hand, ihr Rating zu verbessern. Gerade bei den Soft Facts ist es durch gezielte Maßnahmen rasch möglich, positiven Einfluss  auf das Gesamt Rating auszuüben. Zu den beurteilten Softfacts gehören u.a. die Betriebsorganisation, die Nachfolgeregelung, die Marktposition, der technologische Modernitätsgrad, der Bekanntheitsgrad oder aber auch z.B.: die persönliche Risikosituation des Unternehmers (gefährliche Hobbies). Bankintern spielt im Rahmen des Ratings aber auch das Kommunikationsverhalten des Unternehmers (offen/regelmäßig/transparent) gegenüber den Kreditinstituten eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung. Hervorzuheben ist auch eine rasche Bilanzvorlage (bis max. 6 Monate nach dem Bilanzstichtag!), welche einen positiven Einfluss in Bezug auf das Rating haben kann.

Es ist bekannt, dass im Wesentlichen die Hardfacts, d.h. die Bilanzkennzahlen wesentlich das Rating beeinflussen. Die Gewichtung zu den Hardfacts tendiert im Rahmen des Basel III Ratings in Richtung 70%.  Die Soft Facts können aber unter Umständen auch bei guten Zahlen zu einer Verschlechterung im Gesamt-Rating beitragen. Die Banken weisen darauf hin, dass Bemühungen zur Verbesserung des Soft Fact Rating sinnvoll sind und von den Unternehmen mehr Anstrengungen zur Optimierung unternommen werden sollten. Vielfach erfolgt seitens der Unternehmen im Rahmen der Bilanzbesprechungen mit ihren Hausbanken jedoch diesbezüglich keine aktive Kommunikation, sodass positive  Veränderungen oft unberücksichtigt bleiben, was sich nachteilig auf die Bonitätsbeurteilung eines Betriebes auswirken kann.